Deutscher Künstlerbund | Dialog 01 | Hamburg
DIE PAZIFIK AG AUF DER FLUSSINSEL VEDDEL
Freitag, 20.02.2026, 16.00-19 h
Open Art Conversation and
participatory Exhibition
Samstag, 21.02.2026, 15.00-21.00 h
Art Workshops and Co-Cooking
Mit:
Katja Brinkmann
Alice Dittmar
Adib Fricke
Susanne Jung
Michael Kress
REICHRICHTER
Andreas Schmid
mit
Gästen:
Reinhold Engberding
Dorothea Heinrich
Sophia Leitenmayer
Julia Münstermann
Regine Steenbock
Stefanie Thiedig
Kathrin Rabenort
Ralf Pleßmann
AUSSTELLUNG
20.02–01.03.2026
FR.16.00–18.00 UHR
SA. + SO. 15–18:00 UHR
ODER AUF ANFRAGE
Sieldeich 36, 20539 Hamburg
Als eine Art der „freundlichen Übernahme“ wird die Pazifik AG des Deutschen Künstlerbundes auf der Veddel in einem offenen, partizipativen Austauschformat zur Rezeption von Kunst und Kultur aus asiatischen Ländern zu einer „imaginierten Reise“ einladen. Verschiedene Vermittlungs- und Präsentationsansätze greifen die jeweiligen künstlerischen Erfahrungen auf, die auf Reisen im Pazifikraum gemacht wurden. Kern dieser Reise ist eine Recherche aus dem Jahr 2025, die die sogenannte NAWIAT-Gruppe nach Taiwan führte. POV NAWIAT lädt darüber hinaus in Hamburg lebende asiatische Künstler*innen ein. An zwei Tagen geht es um einen offenen Erfahrungsaustausch in Form von Konversationen, einer partizipativen und offenen Ausstellung sowie dem gemeinsamen Co-Cooking; verbindende Momente von Kultur werden als Quelle des Diskurses präsentiert.

Ästhetik und Kultur aus Ländern Asiens gehören gegenwärtig in fast allen Bereichen der europäischen Alltags- und Popkultur mit dazu. Ob Musik, Kulinarik oder Medientechnologie – entscheidende Einflüsse kommen heute aus Südostasien und prägen die hiesige Kulturlandschaft.
Eigentlich selbstverständlich und doch immer noch herauszustellen, muss dieser Einfluss jetzt als originäres und authentisches kulturelles Kapital gewürdigt werden, anders als in der einstigen kolonialistischen Aneignung und entgegen neuerlicher totalitärer Strömungen. Dennoch: Im Windschatten dieses Cultural-Turns eröffnet sich ein kritischer Korridor, der die Chance bietet, die europäische koloniale und kulturelle Ausbeutung der letzten Jahrhunderte neu zu verstehen und eine tatsächliche kulturelle Restitution umzusetzen

In verschiedenen Workshop-Formaten werden exemplarische Erfahrungen eröffnet. Die Künstler*innen reflektieren darüber, wie die Kultur in China, Taiwan, Südkorea oder Japan den eigenen Standpunkt der künstlerischen Praxis verändert und einen kritischen Blick von außen auf die vermeintlich dominante eigene Kultur wirft.
Als Mischung aus Workshops, Künstlergesprächen und Ausstellungen wird die jeweilige Perspektive auf diesen besonderen Kulturraum miteinander geteilt, hinterfragt und im Ausstellungsraum zu einem mehrteiligen Gebilde geformt.

Am Freitag treffen sich alle Teilnehmer*innen zu einem ersten Perspektivenabgleich. Kurze Präsentationen und Erläuterungen führen die ersten Exponate ein, die Grundlage der Dialoge sind. Am Ende des ersten Tages wird bereits die Basis einer vielteiligen, heterogenen und sich aufeinander beziehenden Ausstellungsstruktur gelegt.
Der zweite Tag eröffnet mit Inputs und Workshops, in denen Besucher*innen, Nachbar*innen und Künstler*innen ihre Momente und Erfahrungen aus dem Pazifikraum teilen. Am Ende des Workshops gibt es ein gemeinsames Kochen, um dann am Tisch gemeinsam einen Perspektivwechsel zu erleben.
Über die Pazifik AG / Deutscher Künstlerbund e.V.
Ein kaleidoskopisches Projekt zum Pazifik-Raum: Innerhalb des DKB, Deutscher Künstlerbund e.V., haben sich acht Künstler*innen, die alle mit dem asiatisch-pazifischen Raum oft durch langjährige Aufenthalte verbunden sind, in der „Pazifik-Arbeitsgruppe“ zusammengefunden. Aus dem Austausch über die verschiedenen Erfahrungen in dieser Weltregion und den Einfluss auf die eigene Arbeit entstand die Projektidee zu einer gemeinsamen Reise nach Taiwan im Frühjahr 2025.
Warum Taiwan? Taiwan hat in den letzten 40 Jahren einen enormen gesellschaftlichen und ökonomischen Umbruch erlebt. Von einer Militärdiktatur in den 80er-Jahren des 20. Jahrhunderts hat sich das Land zu einer liberalen Demokratie verändert, eine Entwicklung, die einen internationalen Vorzeigecharakter hat. Kultur und Wissenschaft blühten auf. Taiwan wurde trotz der zunehmend angespannten Beziehungen mit der VR China zu einem der Knotenpunkte zeitgenössischer Kunst im südostasiatischen Raum.
Die teilnehmenden Künstler*innen verfolgen in ihrer Arbeit unterschiedliche konzeptionelle Ansätze und Vorgehensweisen. Diese heterogene Ausgangssituation ist der Ansatz für ein austauschorientiertes Kunstprojekt. Fragen und Interessen eines Künstlers werden zu (Teil-)Fragestellungen der anderen Künstler*innen und führen zu unerwarteten Interaktionen – auf geistig-intellektueller wie auf materiell-sensorischer Ebene.
POV NAWIAT im Projektraum Hyper Cultural Passengers ist die erste Veranstaltung innerhalb der offenen Dialogreihe im Deutschen Künstlerbund: Dialog 01 | Hamburg.
© Fotos/Text: Michael Kress
Sieldeich 36
20539 Hamburg
www.hycp.org
Sie erreichen uns mit der S-Bahn (Linien S3/5, ab Elbrücken, zwei Stationen vom Hauptbahnhof), mit dem Fahrrad oder mit Moia!
Check your route on Maps

Mit freundlicher Unterstützung der
Behörde für Kultur und Medien Hamburg/
und dem Bezirksamt Hamburg Mitte