REVISITING THE SCUM MANIFESTO
MIT EDA ASLAN UND STADTTEILAKTIVISTINNEN VON DER VEDDEL
Zur Hamburg Art Week präsentiert HyCP Veddel Space die Grieshaber-Preisträgerin Cornelia Sollfrank. In einem neuen Reenactment wird die Cyberfeministin die Geschlechterhierarchien in der kapitalistisch-patriarchal dominierten Kunstwelt thematisieren. Als Fortsetzung der Reihe „Revisiting Feminist Art“ wird sie das SCUM Manifesto der New Yorker Autorin Valerie Solanas auf der Veddel neu inszenieren. Zusammen mit Eda Aslan und Aktivistinnen aus dem Stadtteil wird das Manifest, das 1968 veröffentlicht wurde, gelesen, diskutiert und fortgeschrieben.
Veranstaltungen:
27.–30.08.2026
Open Veddel Studio, Produktionstage mit eingeladenen Gästen und Interessierten (auf Anfrage): one@hycp.org
29.08.2026, 15:00–19:00 h
Manifesto-Writing-Workshop mit Stadtteilaktivistinnen von der Veddel. Teilnahme mit Anmeldung: one@hycp.org
Ausstellung 03.09.– 06.09.2026
Eröffnung: 03.9.2026, 19:00 h
Lecture Performance mit Eda Aslan
06.09.2026, 16:00–18:00 h
Sieldeich 36 | 20539 Hamburg
Kuratiert von Michael Kress
Titelphoto: Tranquillium Photography

Photo: Tranquillium Photography
Cornelia Sollfrank (PhD) ist Künstlerin, Forscherin und Autorin und lebt in Berlin. Sie studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München und Bildende Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg (1987–1994). Sie promovierte an der University of Dundee (Vereinigtes Königreich), wo sie sich mit dem Spannungsverhältnis zwischen Urheberrecht und Kunst befasste. Ihre künstlerische Praxis ist eng mit ihrer wissenschaftlichen Forschung verflochten. Um die Ressourcen des einen Bereichs für den anderen nutzbar zu machen, arbeitet Sollfrank sowohl eigenständig als auch in Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen. Wiederkehrende Themen in ihrer künstlerischen und wissenschaftlichen Arbeit in und über digitale Kulturen sind künstlerische Infrastrukturen, neue Formen (politischer) Selbstorganisation, digitale Autorschaft, Ästhetik der Commons, kritische Datenpraxis sowie technofeministische Praxis und Theorie. Ihre Projekte „net.art generator“ – eine webbasierte Maschine zur Kunstproduktion – und „Female Extension“ haben ihr den Ruf als Pionierin der Netzkunst eingebracht. 1997 initiierte sie das „Old Boys Network“, das erste cyberfeministische Bündnis, das fünf Jahre lang aktiv war. OBN veranstaltete drei internationale Konferenzen, veröffentlichte die „documenting readers“ und nahm an zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen teil. In den Jahren 2020–2021 arbeitete sie gemeinsam mit dem documenta-Archiv in Kassel an der Realisierung des obn_archive.

Seit dem Jahr 2000 wurde Cornelia Sollfrank zu mehr als 100 Vorträgen weltweit eingeladen, auf Konferenzen, Festivals und in Expertenrunden, zuletzt am Aarhus Institute for Advanced Studies, im Photography Museum Tokyo, beim Digital Arts Festival in Taipeh, beim Berlin Open Lab, an der Bauhaus-Universität Weimar, im M+ in Hongkong und an der Concordia University in Montréal. Sie nahm weltweit an über 70 Gruppenausstellungen teil.
Im Jahr 2025 erhielt sie den renommierten HAP-Grieshaber-Preis des Kunstfonds Bonn, der mit einem Preisgeld von 25.000 € dotiert ist.
Abgeschlossene Forschungsprojekte an der Zürcher Hochschule der Künste:
„Latent Spaces. Performing Ambiguous Data“ (2021–2024)
„Creating Commons“ (2017–2020)
Aktuelle Veröffentlichungen:
„RE/EMBODIED DATA. Ambiguities of Knowing“ (adocs, 2026)
„Contemporaneity in Embodied Data Practices“ (Sternberg Press, 2025)
„Aesthetics of the Commons“ (diaphanes, 2021)
„Fix My Code“ (zusammen mit Winnie Soon) (eeclectic, 2021)
„The beautiful Warriors. Technofeminist Practice in the 21st Century“ (minorcompositions, 2019)
Homepage: https://artwarez.org
Vollständiger Lebenslauf: https://artwarez.org/who-is/
Sie erreichen uns mit der S-Bahn (Linien S3/5, Elbrücken oder Veddel,
zwei Stationen vom Hauptbahnhof), mit dem Fahrrad oder mit Moia!
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Mit freundlicher Unterstützung der
Behörde für Kultur und Medien Hamburg/
und dem Bezirksamt Hamburg Mitte