Mit: Prince Kuhlmann und Schüler*innen des Campus HafenCity
Eröffnung:
Donnerstag, 25. Juni 2026, ab 19 Uhr
Lecture Performance: Ina Wudtke & Prince Kuhlmann
Samstag 4. Juli 2026, 15-18 Uhr
Finissage:
Samstag 11. Juli 2026, 15-18 Uhr
Dauer: Juni 2026 – 11. Juli 2026
Fr 16-20 Uhr, Sa/So 14-18 Uhr
und nach Vereinbarung: one@hycp.org
HYCP Veddel Space | Sieldeich 36 | 20539 Hamburg
www.hycp.org
Kuratiert von Michael Kress
Im Zentrum der Ausstellung The Red Atlantic steht der Autor, Kommunist und später Panafrikanist George Padmore (1902 Trinidad – 1959 London). Der Titel der Ausstellung spielt auf das Konzept von Black Atlantic an, so wie es von Paul Gilroy in seinem gleichnamigen Buch beschrieben wurde. Padmore hat einen bedeutenden Beitrag zur Dekolonisierung und zum antifaschistischen Widerstand geleistet. Von 1930 bis 1933 arbeitete er im Büro gegen Imperialismus, das sich bis zur Machtergreifung der Nazis im Hamburger Hafen befand. Er war in diesem Zeitraum Herausgeber der antikolonialen Zeitung The Negro Worker, die sich an die Schwarzen Hafenarbeiter und Matrosen richtete und in der Rothesoodstr. 8, gleich hinterm Michel, produziert wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde George Padmore wichtigster Berater von Kwame Nkrumah und führte mit ihm und zahlreichen Mitstreiter:innen Ghana in die Unabhängigkeit.
Der Ausstellungsraum Hyper Cultural Passengers liegt im Hamburger Stadtteil Veddel, der durch unterschiedliche Generationen von Migration geprägt ist. Es ist ein Viertel, in dem seit vielen Jahrzehnten Hafenarbeiter:innen wohnen. Zusammen mit dem bekannten Schauspieler Prince Kuhlmann (Notruf Hafenkante u.a.) fand neben der Ausstellung auch ein Workshop mit Schüler:innen des Campus Hafencity statt.
Zu den ausgestellten Video- und Audioarbeiten von Ina Wudtke in denen Prince Kuhlmann George Padmore spielt, entstanden eine Reihe von Kurzvideos gemeinsam mit den Schüler:innen.
Den Genoss:innen Padmores wie Joseph Ekwe Bilé, der ebenfalls für The Negro Worker schrieb, und die in Rothenburgsort aufgewachsene politische Liedermacherin Fasia Jansen sind weitere Arbeiten in der Ausstellung gewidmet. Sie ruft damit Schwarze deutsche Geschichte wieder in Erinnerung, die durch den Antikommunismus des Kalten Krieges in Vergessenheit geraten ist.
Ina Wudtke ist eine in Berlin lebende Künstlerin, deren forschungsbasierte Arbeit die vorherrschenden politischen Narrative über Arbeit, Geschlecht, Wohnen und koloniales Erbe in Frage stellt. Sie studierte an der HfBK Hamburg. Sie war Gründungsmitglied des queerfeministischen Künstler:innenkollektives NEID und gab von 1992 bis 2004 das gleichnamige Magazin heraus. 2018 erschien Ina Wudtkes Buch The Fine Art of Living (Berlin, Archive Books) über Arbeiten zur Wohnungsfrage. Von 2018 bis 2021 war sie an der Kunsthochschule Kassel künstlerische Mitarbeiterin der documenta-Professorin Dr. Nora Sternfeld. 2022 kam ihr Buch Arbeiterschriftsteller:innen. Von MASCH bis Greif zur Feder (Berlin, Motto Books) über ihre Werke mit Bezug zur Arbeiter:innenbewegung heraus. In der Publikation BLACK STUDIUM. A Tribute to Fasia Jansen, Hilarius Gilges & Joseph Ekwe Bilé (Berlin, Scriptings, 2024; Berlin EECLECTIC, E-Book, 2025) setzt sie ihre künstlerische Recherche zur Arbeiter:innenbewegung fort und legt Spuren der Geschichte Schwarzer Menschen in Deutschland frei.
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